Unter Mitarbeit von Volker Skierka. In seinem neuen Buch beschäftigt sich Reinhard Kleist mit Kuba, einem der letzten Außenposten des real existierenden Sozialismus. Genauer gesagt mit dem "Maximo Lider" der Revolution: Fidel Castro. Mit kraftvollem Strich nähert sich Kleist in seiner Biografie "Castro" dem umstrittenen Revolutionär und Politiker und hält dessen bewegtes Leben und seine politischen Ideen und Ideale ebenso fest wie deren Folgen für die kubanische Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2010
Nicht ganz glücklich ist Rezensent Thomas von Steinaecker mit Reinhard Kleists Comic-Biografie "Castro". Zwar findet er alle wichtigen Stationen in Fidel Castros Leben wieder. Zudem haben ihn die "expressiven" Schwarz-Weiß-Zeichnungen beeindruckt. Insgesamt aber hat er das Gefühl, dass Kleist das Potential des Stoffs nicht wirklich genutzt und eine Chance vertan hat. Kritisch betrachtet er zunächst die Rahmenhandlung - die Geschichte eines deutschen Journalisten, der für eine Reportage nach Cuba fliegt, wo er zu einem Art Hofberichterstatter des Regimes wird und sich in die Revolutionärin Lara verliebt, die sich aber irgendwann von der Revolution abwendet und mit einem homosexuellen Freund in die USA flüchtet. Diese Figuren sind in den Augen des Rezensenten "Konstrukte", die dem Autor dazu dienen, die "Ambivalenz" der Revulotion auf Kuba zu verdeutlichen. Des Weiteren bleibt der Mensch Castro für ihn "kaum greifbar". Außerdem hält er dem Autor vor, die Ikone "Castro" viel zu selten in Frage zu stellen.
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