Immer dreister greifen Konsumindustrie und Werbung nach unseren Kindern. Vom Kleinkind bis zum Teenager werden sie zu Kunden gemacht und dadurch ihrer Kindheit beraubt. Susanne Gaschke warnt in ihrem neuen Buch vor diesem Ausverkauf. Sie ermutigt Eltern, ihre Erziehungsverantwortung ernst zu nehmen und zeigt Strategien für die Rückeroberung der Kindheit. Die Kindheit wird immer kürzer. Schon eine Siebenjährige geniert sich heute mit einer Puppe im Arm gesehen zu werden. Stattdessen nutzen Jungen und Mädchen schon sehr früh die Medien der erwachsenen
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
An den Eltern hängt doch alles. Auf die Firmen ist natürlich kein Verlass, und auch die Kinder können nicht entscheiden, ob ein Computerspiel oder ein Gadget gut oder weniger gut für ihre Entwicklung ist. Uta Rasche weiß das. Darum findet sie die Empörung der "Zeit"-Redakteurin Susanne Gaschke auch mitunter etwas naiv. Recht hat sie dennoch mit ihrem engagierten Plädoyer, meint Rasche, den Eltern gebührt alle (staatliche) Unterstützung im Kampf gegen invasive Marketingstrategen in Schulen und im Kinderzimmer und für den Erhalt der Kindheit. Doch dass die Kindheit früher besser war, wie sie aus dem Buch herausliest, möchte Rasche nun doch nicht unterschreiben, ideal war es jedenfalls nie, soweit sie sich erinnert.
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