Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.03.2000
Barbara Mauersberger war nicht sehr glücklich beim Lesen dieses Buches. Der kleine Leopoldo findet Lesen doof, und als er auf eine Lese-Mastdiät gesetzt wird, läuft er seinen Bücherwurm-Eltern davon. Leider aber, so die Rezensentin, verlässt die Autorin (Welterfolg "Geh, wohin dein Herz dich trägt") ihren kleinen widerspenstigen Helden sofort und hat nichts besseres zu tun, als ihm gleich einen liebenswürdigen alten Mann über den Weg zu schicken, dem er vorlesen soll - und es nur mit einer Brille kann, worauf vorher noch keiner gekommen sein soll... Leider verliert Mauersberger in ihrem Unwillen dann kein Wort mehr über die Bilder von Ute Krause oder die Qualität der Übersetzung von Christine Stemmermann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Recht enttäuscht äussert sich Roswitha Budeus-Budde über dieses Buch: Manchmal ergäben auch ein pädagogisch interessanten Thema, die Ideen einer berühmten Autorin und ein paar schöne Bilder kein gelungenes Kinderbuch. Zwar sei der erste Teil des Buches sehr vergnüglich, in dem die pädagogischen Versuche, Leopoldo endlich zum Lesen zu bewegen, mit Ironie beschrieben würden. Sehr verärgert zeigt sich die Rezensentin jedoch über das Ende der Geschichte: Der Grund für Leopoldos Leseunlust liegt nämlich in seiner Sehschwäche. Dieser Sehfehler wird natürlich behoben, und die ganze Familie sitzt letztlich glücklich und lesend zusammen: Keine Lösung "im kindlichen Sinne", findet Budeus-Budde.
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