Die Schweiz ist ein sehr vertrauter Nachbar der Deutschen. Nicht nur, weil vielerorts deutsch gesprochen wird und das Land sich so gut für Skiurlaub oder ein paar Ferientage auf der Durchreise nach Italien anbietet. Sondern auch, weil man dort als Deutscher angenehm arbeiten, studieren und vorzüglich leben kann. Das einzige Problem sind die Schweizer: Sie sind zwar sympathisch, aber irgendwie anders: eigenwillig und mitunter überraschend dickköpfig. Und sie scheinen die Deutschen nicht besonders zu mögen. Ob der Besucher nun aus Bayern oder Friesland kommt, die Schweizer sehen in ihm zunächst den »Sauschwaben«. Das Buch gibt Aufschluss über das Wesen der Schweizer und über die verborgenen Seiten ihres Charakters. Wie sind sie zu dem geworden, was sie sind, und vor allem: wieso? Die Autorin, inzwischen erfahrene Auslandsschweizerin, bietet handfeste Hinweise: Wie begegnet man Schweizern im Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit am besten? Wie hält es der Schweizer mit der Liebe? Was muss man tun, um länger in der Schweiz leben und arbeiten zu können? Ein Buch für all diejenigen, die die Menschen aus dem Alpenland besser kennen lernen wollen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2005
Deutsche lieben die Schweiz, aber sie kennen sie nicht. Susann Sitzler, eine Exil-Schweizerin mit Wohnsitz in Berlin, erklärt die Feinheiten des schweizerischen Lebensgefühls, vom "Migros-Gefühl über die Waschküchen-Ordnung bis zur Hundekotaufnahmepflicht". Und zwar auf außerordentlich liebevolle und unterhaltsame Weise, lobt Thomas Kirchner. So erfährt man, warum die Schweizer ihre deutschen Nachbarn für zu laut und arrogant halten und selbst lieber leise Töne anschlagen. Und sich blendend mit Ostdeutschen verstehen.
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