Intensiv setzt sich Rolf Lyssy mit seiner jüdischen Herkunft, seiner Arbeit und seiner Art, die Welt zu sehen, auseinander. Es wird ein Prozess autobiografischer Selbstbestimmung, der durch den Terror unvermeidlicher Schmerzen und die Mutproben der Selbstkritik geht, um am Ende zum Lachen und zu gelassener Heiterkeit zurückzufinden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2001
In einer recht ausführlichen Rezension widmet sich Christoph Egger diesem Buch, das er allein schon deswegen interessant findet, weil es sonst wenig Schriftliches von Filmemachern zu lesen gibt. Die für Lyssy typische Ironie findet Egger auch hier, doch gehe er weit darüber hinaus. Wie der Leser erfährt, handelt das autobiografische Buch auch von Depression - ausgelöst durch gescheiterte Projekte, das Ende einer Beziehung und einen Unfall. Diese Krankengeschichte gehört für Egger jedoch zu den weniger interessanten Passagen des Buchs: allzu glatt erscheint ihm diese. Doch die Anmerkungen Lyssys zum Schweizer Film findet er umso interessanter, etwa über die Umstände, unter denen Filmemacher in der Schweiz arbeiten müssen. Dass Lyssy ein versierter Drehbuchautor ist, merkt man dem Buch - so Egger - deutlich an: "Sinn für Dramaturgie und Effekte" und eine gute Lesbarkeit gehören für ihn zu den Stärken des Buchs. Ein Kapitel, das er darüber hinaus für besonders gelungen hält, handelt von Lyssys Mutter, einer "russisch-baltisch-deutschen Jüdin", die vor den Nazis in die Schweiz fliehen musste.
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