Susan George

Der Lugano-Report oder Ist der Kapitalismus noch zu retten?

Rowohlt Verlag, Reinbek 2001
ISBN 9783498024895
Taschenbuch, 283 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. Eine hochkarätige Expertenkommission eingeschworener Marktwirtschaftler hat zum Nutzen globaler Wirtschaftslenker und Politiker ein vertrauliches Dossier über die Zukunft der globalen Wirtschaft verfasst. Schonungslos beantwortet der "Lugano-Report" die Frage, ob und wie der Kapitalismus im 21. Jahrhundert bestehen kann. Der Befund ist desaströs: Der gegenwärtige Kapitalismus ist unflexibel, droht an seiner eigenen Expansion zu ersticken und taumelt der ökologischen Katastrophe entgegen. Was also ist zu tun, um ihn zu retten? Es gibt einen Weg, aber wollen wir ihn wirklich beschreiten? - Die Expertenkommission hat Susan George erfunden, nicht aber die vor dem Leser ausgebreitete Fülle an Fakten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.12.2001

Die akribischen, detailgenauen Ausführungen der 65-jährigen Susan George, promovierte Philosophin und bekannte Globalisierungskritikerin, machen die Lektüre des Buches zu einer "Tortur", meint Rezensentin Ruth Jung. Im Rahmen einer "fiktiven Expertenrunde" reflektiere die Autorin über das Wesen des Kapitalismus, vertrete dabei aber die bereits bekannte These, dass der Kapitalismus dem Gesetz der Profitmaximierung eingekleidet in das Konkurrenzprinzip folge. Weder der fiktive Aspekt kann den Leser fesseln, findet die Rezensentin, noch die Sprache, diese sei nüchtern-technisch und erinnere an "den Stil pharmazeutischer Beipackzettel". Als Gefahren für die Demokratie macht die Autorin den ökologischen Zusammenbruch, die Bevölkerungspolitik, soziale Konflikte und in Folge davon Extremismus und Terrorismus aus, berichtet Jung. Obwohl die Autorin Lösungsstrategien zur Rettung des Kapitalismus vorschlage, wisse sie keine Antwort auf die Frage, wie man eine internationale Demokratie herstellen könne.
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