Ruth Berger

Warum der Mensch spricht

Eine Naturgeschichte der Sprache
Cover: Warum der Mensch spricht
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783821856872
Gebunden, 303 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Der Mensch wird erst durch Sprache zum Menschen. Aber wann war das? Und vor allem: wie und warum passierte das? War es eine Zufallsmutation, wie viele Forscher glauben, die erst vor wenigen Jahrzehntausenden beim modernen Menschen geschah? Oder fanden die Anfänge der Sprachentwicklung nicht schon viel früher statt, nämlich bereits vor rund 2 Millionen Jahren, als aus aufrecht gehenden Menschenaffen die allerersten frühen Urmenschen entstanden? Deren Babys konnten sich wegen der zurückgehenden Körperbehaarung nicht mehr an den Müttern festhalten. Fingen die Mütter damals an, mit ihren Babys über Laute zu kommunizieren, wenn sie sie aus dem Arm legen mussten?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2009

Zurück von einer spannenden Zeitreise durch 2,6 Millionen Jahre Evolution, hat die Rezensentin Sabine Richebächer einiges gelernt aus dieser Lektüre. Was die Sprachwissenschaftlerin Ruth Berger an Antworten auf die im Zusammenhang mit menschlichem Spracherwerb gängigen Fragen zusammengetragen hat, überzeugt Richebächer. In den Labors von Genetikern, Biologen und Hirnforschern, bei der Beschäftigung mit Pantoffeltierchen und Affen hat Berger ihre Erkenntnisse gewonnen. Die an den Leser weitergegebenen Informationen etwa über die physiologischen und sozialen Bedingungen von Sprache, lassen laut Richebächer den Schluss zu, dass Sprache kein Zufall ist, sondern den Menschen von Anbeginn begleitet hat, als permanenter Prozess sozusagen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2008

Als informativ und aufgrund ihrer Sachlichkeit angenehm zu lesende Naturgeschichte der Sprache begreift Manuela Lenzen Ruth Bergers Buch. Einleuchtend erscheint ihr Bergers Ansatz, der Polarisierung zwischen Mutationstheorien und einem Verständnis von Sprache als kultureller Leistung zu widersprechen und die beiden Positionen zu vereinen. Die Unaufgeregtheit der Darstellung und die von Berger dargelegten Evidenzen der Sprachforschung nehmen Lenzen für die Sichtweise der Autorin ein, derzufolge Sprache als soziale Größe die Menschheit von Anbeginn begleitet und sich gleichermaßen durch kulturelle wie genetische Faktoren entwickelt hat.
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