Noam Chomsky

Was für Lebewesen sind wir?

Cover: Was für Lebewesen sind wir?
Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518586945
Gebunden, 248 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Schiffmann. Noam Chomsky begibt sich auf die Suche nach dem Wesen des Menschen. Chomsky nimmt seinen Ausgang bei der Sprache. Diese ist für ihn ein angeborener Mechanismus, der ein keineswegs zwingendes Muster aufweist und unser Denken bestimmt. Wir alle denken gemäß diesem Muster - und daher können wir auch nur das wissen, was die menschliche Sprache zu denken erlaubt. Einige Geheimisse der Natur könnten uns deshalb für immer verborgen bleiben. Zugleich eröffnet die Sprache aber eine kreative Freiheit; uns ist ein Freiheitsinstinkt gegeben, der uns gegen Herrschaft aufbegehren und eine freie Entfaltung suchen lässt. In der libertären Tradition von Wilhelm von Humboldt, John Stuart Mill und Rudolf Rocker zeichnet uns Chomsky als anarchische Lebewesen, die nach einer Assoziation freier Menschen streben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016

Beinahe mit einem gewissen Romantizismus liest Rezensent Thomas Steinfeld Noam Chomskys vor drei Jahren an der Columbia Universität gehaltenen Lectures zu den Fragen "Was ist Sprache?", "Was können wir verstehen?" und "Was ist das Gemeinwohl?". Als Summe eines Gelehrtenlebens, halb akademisch, halb politisch aktivistisch, entfalten die Texte laut Steinfeld noch einmal die Grundzüge von Chomskys Sprachtheorie und stellen die Hausgötter des Wissenschaftlers vor: Descartes, Newton, John Locke. Was sie nicht enthalten, oder nur in Andeutungen, so Steinfeld, ist eine Auseinandersetzung mit den Zweifeln an Chomskys Theorie und mit ihrer wissenschaftlichen Kritik. Für den Rezensenten ein Beleg für das ungebrochene Selbstbewusstsein des Autors.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Mehr Bücher aus dem Themengebiet