Stephan Rehm Rozanes, Fabian Soethof

Back for Good

Warum uns die Musik der 90er nicht loslässt
Cover: Back for Good
Reclam Verlag, Stuttgart 2024
ISBN 9783150114810
Gebunden, 351 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Interviews und Playlists zum Mithören. Die 90er lassen uns nicht los. Nie wieder gab es so viele neue Genres, die den Sound eines Jahrzehnts prägten. Aus Seattle kam der Grunge, aus England der Britpop, aus Kalifornien Crossover und Nu-Metal, aus Florida die Boygroups, aus Ostberlin Techno, aus Stuttgart, Heidelberg und Hamburg der erste Deutschrap. Doch wie konnte all dies entstehen? Wer waren die wegweisenden Stars und welche Spuren hinterließen sie? Mit Backstreet Boys, Blur, Echt, Guns N' Roses, H-Blockx, The Kelly Family, Madonna, Nirvana, Oasis, R.E.M., Take That, Scooter, Spice Girls, U2 und vielen anderen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2024

Rezensent Tobi Müller liest sich interessiert durch den Neunzigerjahre-Pop-Band von Stephan Rehm Rozanes und Fabian Soethof, stellt aber auch klar: hier geht es vorrangig nicht um Analyse insbesondere des Retrophänomens in der gegenwärtigen Popkultur, sondern um die Auffrischung von Erinnerungen. Und zwar von Erinnerungen an die Popmusik der Neunziger, von Grunge bis Deutschrap, jeweils inklusive Interview mit einem Beteiligten oder Experten, andere Themen wie Politik und Mode werden hier und da gestreift, beschreibt Müller. Aus den Passagen über globale Trends wie Grunge lernt Müller wenig Neues, mehr Fleisch auf den Rippen hat das Buch, wenn es näher an der deutschen Popkultur bleibt. So wundert sich Müller zwar zunächst darüber, dass zum Thema Techno ausgerechnet der familientaugliche Schweizer DJ Bobo zu Wort kommt, derselbe erzählt dann allerdings sehr aufschlussreiche Dinge über das damalige Musikbusiness. Gespräche mit DJ Tomekk und Bernadette La Hengst wiederum lassen Müller sehnsüchtig an eine Zeit zurückdenken, in der Kommerz noch nicht alles war im Popgeschäft. Freilich, so merkt er nach der Lektüre abschließend an, war das damals nur möglich, weil der ökonomische Druck auf Künstler noch nicht so krass war wie heute.

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