Stephan Enter

Spiel

Roman
Cover: Spiel
Berlin Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783827008121
Gebunden, 252 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby. Norbert ist neun und verliert beim Scrabble jedes Mal gegen seine Großmutter. Für ihn ist das der Beweis, dass sie ihn ernst nimmt - und er liebt sie dafür wie niemanden sonst. Als er Jahre später doch gegen sie gewinnt, erkennt er schlagartig, was Älterwerden bedeutet - für sie beide. Norbert, ein scheuer Junge mit ungewöhnlicher Beobachtungsgabe, macht allmählich seinen Weg ins Erwachsenenleben. Bei Indianerspielen, Schach und in den Machtspielen der Jungen lernt er seine Rolle einzunehmen. Er lernt, dass auch das Leben im Dorf einem Spiel gleicht. Und er lernt, wie sich der erste Kuss anfühlt und der erste Verlust. Stephan Enter spürt jenen kleinen Verschiebungen des Blicks nach, die das Vertraute unwiederbringlich verändern können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2009

Als neue Version der uralten Geschichte vom heranreifenden Kind hat dieser Roman unseren Rezensenten überzeugt. Neu ist für Tobias Heyl der Bruch mit der Kontinuität des Rückblicks. Stephan Enter bietet überraschende Außenperspektiven und eine bewusst lax gehandhabte Chronologie der Ereignisse dieser exemplarisch erzählten Kindheit, deren autobiografische Züge Heyl durchaus erkennt. Subtil findet Heyl diesen freien Umgang mit der Tradition, und das zentrale Motiv des Spiels scheint ihm genug, um nicht den Faden zu verlieren und in den Genuss zu kommen von Enters Fabulierkunst, seiner Beobachtungsgabe, Dialogfestigkeit und seinem Timing.
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