Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten. Michel und Harry sind Wachmänner in einem Wohnblock mit Luxusappartements. Ihren Dienst verrichten sie in der Tiefgarage des Gebäudes, von dort kontrollieren sie den Zugang zum Haus. Draußen muss sich etwas Schlimmes zugetragen haben, eine nukleare Katastrophe vielleicht oder ein Krieg. Nach und nach verlassen die Bewohner den Block, aber Michel und Harry halten mit eiserner Disziplin die Stellung. Bestimmt wird ihnen von der Organisation, für die sie tätig sind, bald ein wichtigeres Objekt anvertraut. Doch als ein dritter Wachmann in der Tiefgarage auftaucht, eskaliert die Situation. Ist er von der Organisation geschickt worden, um die beiden zu überprüfen? Oder hat er es auf den letzten Bewohner abgesehen, der das Gebäude augenscheinlich nie verlassen hat? Michel und Harry geraten in eine Spirale aus Wahnsinn und tödlicher Gewalt …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2018
Auch wenn sich das Setting irgendwann erschöpft und das Ende verwirrend ist, findet Sandra Kegel Peter Terrins Roman lesenswert. Für eine Mischung aus Angestelltenroman, Sci-Fi und Dick und Doof hält sie das Buch um zwei dienstbeflissene Wachleute, die in einer Tiefgarage ausharren, während draußen die Welt untergeht. Genaues weiß man nicht, meint Kegel, aber das Spiel der beiden Einfaltspinsel findet sie unterhaltsam, komisch und sogar soziologisch interessant.
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