Steffen Kopetzky

Der letzte Dieb

Roman
Cover: Der letzte Dieb
Luchterhand Literaturverlag, München 2008
ISBN 9783630872742
Gebunden, 473 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Alexander Salem ist als routinierter Auftrags-Dieb gut im Geschäft. Doch als er aus einem Hotel in Monaco einen kostbaren Briefumschlag entwenden soll, begeht er einen folgenschweren Fehler. Seine letzte Chance ist, an einer ominösen Schatzsuche teilzunehmen, die ihn weit in die eigene Vergangenheit und in die Abgründe des 20. Jahrhunderts führen wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2009

Martin Halters Urteil über Steffen Kopetzkys neuen Roman "Der letzte Dieb" fällt vernichtend aus. Die Geschichte dreht sich um einen Meisterdieb, der auf Bestellung in Luxushotelzimmer einbricht, einen blockierten "Pulp-Fiction-Autor und eine Spionin, und auch die Schließtechnik spielt eine exponierte Rolle, erklärt der Rezensent. Er ist ein Schlüsselroman, der nach Meinung des Rezensenten die persönlichen (Schreib-)Krisen des Autors umkreist, schlussendlich aber für die Leser nichts von Wert eröffnet, wie er moniert. In diesem wilden Genregemisch von Agententhriller, Krimi, "Familien-, Groschen- und Berlin-Roman", werden eine Vielzahl von Motiven, Erzählsträngen und Abschweifungen aufgefahren, die im Detail mitunter durchaus reizvoll seien, sich aber nicht zu einem überzeugenden Ganzen fügen wollten, so der Rezensent etwas ungehalten. Die mal manierierte, mal allzu lässige Sprache des Romans schilt er als "schlampig lektoriert", er ärgert sich über abgegriffene Metaphern und "geklaute Motive".  Und so ist das Buch in den Augen Halters vielleicht das "Produkt einer Krise" des Autors, ein guter Roman ist daraus aber nicht geworden.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.11.2008

Großes Vergnügen hat Jutta Person die Lektüre von Steffen Kopetzkys neuem Roman "Der letzte Dieb" bereitet. Die verwickelte Handlung, in der ein Gentelmandieb, eine DDR-Agentin, ein Nazi-Schatz, ein durchgeknallter Schriftsteller, ein Waschbär und der Berliner Stadtteil Neukölln die Hauptrollen spielen, gleicht in ihren Augen einer fantastischen "480-Seiten Schnitzeljagd". Immer wieder fühlt sie sich bei der Lektüre an Thomas Pynchon und Indiana Jones erinnert. Sie beschreibt das Werk als einen Genre-Mix, bei dem die Versatzstücke zu ihrer Freude überaus smart zusammengefügt sind. Ähnlich wie bei seinem Roman "Grand Tour" sieht sie auch "Der letzte Dieb" auf dem "Prinizp der Akkumulation" basieren, das für den postmodernen Roman kennzeichnend ist. Sie hebt indes hervor, dass bei Kopetzky die Welt nicht aus den Fugen ist und die verwirrenden Verwicklungen ironisch-spielerisch aufgelöst werden.
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