Stefan Höppners Buch widmet sich Goethes wichtigstem Arbeitswerkzeug - seiner Bibliothek. Sie ist nicht nur eine der prominentesten Büchersammlungen eines deutschsprachigen Autors, sondern auch als eine von wenigen Autorenbibliotheken um 1800 fast vollständig erhalten. Überdies ist ihre Entwicklung seit Goethes Tod außergewöhnlich gut dokumentiert. Auf der Basis teils unveröffentlichter Archivalien, der digitalen Neukatalogisierung der Bücher und Goethes Schreibspuren in den Bänden liefert dieses Buch ganz neue Einblicke in die Arbeitsweise und die Netzwerke des Dichters. Die Geschichte seiner Bibliothek handelt aber auch vom späteren Umgang mit der Weimarer Klassik, sowohl in der Forschung als auch in den politischen und kulturellen Institutionen vom Kaiserreich bis zur Gegenwart.S
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2022
Für Rezensent Alexander Kosenina ist Stefan Höppners Geschichte von Goethes Bibliothek nebst Systematisierung ein "solides Hilfmittel" dar, nicht mehr und nicht weniger. Überraschungen für an der Werkgenese Interessierte bietet der Autor nicht, erklärt er. Kosenina folgt interessiert der "organischen" Entwicklung der Bibliothek, wie der Autor sie nachzeichnet, den Provenienzen der Bücher und der Analyse der Bearbeitungsspuren in den Bänden. Spannend erscheinen ihm Goethes Korrekturen in den eigenen Werken, die Höppner darstellt und erläutert.
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