Regisseur im Blutrausch inszeniert Shakespeare-Massaker. Was für ein Skandal! Doch der alte Kritiker der "Neuen Post" hat mal wieder alles verpennt: Deshalb muss sich Justus Beck nun mit dem Praktikanten Franz rumärgern, der über den nächsten Eklat twittern soll. Prompt brechen Schauspielerinnen auf offener Bühne zusammen. Sabotage an der Kunst oder Mordanschläge? Der müde Rezensent ist jetzt hellwach, und Franz gibt den entscheidenden Hinweis. Der satirische Theaterkrimi "Theaterdurst - Herr Beck und die Höllenlimonade" ist der Auftakt zu einer Romantrilogie um den Kritiker und Weinhändler Justus Beck, der Klassiker erklärt und Verbrechen aufklärt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.01.2020
Stefan Benz' Krimi "Theaterdurst" ist gut geeignet für "schöngeistige Leser mit schwachen Nerven", meint Rezensentin Sylvia Staude. Ihr gefällt der "spitze" und satirisch angehauchte Ton, den Benz in seinem Theater-Krimi trifft und mit dem er den zuweilen skurrilen Theaterbetrieb verulkt. "Eifersüchteleien" und "Exzesse" auf der Bühne werden Staude zufolge nicht nur amüsant, sondern auch treffsicher beschrieben. Autor Stefan Benz, der selbst auch als Kulturredakteur arbeitet, ist aus Sicht der Rezensentin gut mit dem Milieu vertraut und zeichnet die Figuren seines Romans durch und durch authentisch. Staude verrät nichts über den Nervenkitzel, den der Roman bietet, für sie punktet "Theaterdurst" vor allem mit spielerischer Unterhaltsamkeit.
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