Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Lutz van Dijk. Nana wächst in ärmlichen Verhältnissen, aber umsorgt von der geliebten Großmutter, auf dem Land auf. Als diese in finanzielle Not gerät, muss die 14jährige zu ihren Eltern ziehen, die am Rande von Kapstadt im Township Masi leben. Der unerwartet liebevolle Empfang durch die Familie hilft ihr über den Trennungsschmerz hinweg. In Nanas neuer Schule haben die Mädchen nur eins im Kopf: das richtige Outfit und Jungs! Nana fühlt sich fremd, weil sie die Leidenschaft der anderen nicht teilt. Erst als sie sich in Agnes, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, verliebt, beginnt sie, sich selbst zu verstehen. Nana erfährt nun beides: großes Glück und die Angst vor Ablehnung und brutaler Gewalt. Denn obwohl das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung in Südafrika im Gesetz verankert ist, ist die Stimmung gegen die "Abartigen" offen aggressiv. Der Weg, den Nana für ihre Liebe gehen muss, ist steinig, aber das Mädchen lässt sich nicht beirren, und irgendwann kommt sie an in ihrem eigenen Leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2015
Einen authentischen und faszinierenden Einblick in den Alltag in einer südafrikanischen Township beschert der junge Autor Sonwabiso Ngcowa der Rezensentin Regina Riepe. Besonders eindrücklich wird die Geschichte um das Mädchen Nana, das sich in einem neuen Umfeld und einer neuen Schule zurechtfinden muss, allerdings dadurch, dass die Protagonistin nicht nur mittendrin ist, sondern zugleich außenvor - weil sie sich zu einem etwas älteren Nachbarsmädchen hingezogen fühlt, fasst Riepe zusammen. Offiziell gilt in Südafrika zwar die Gleichberechtigung sexueller Orientierungen, doch dass dieses Gesetz in der Gesellschaft wenig wert hat, macht der Rezensentin dieses Jugendbuch bewusst.
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