Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.11.2002
Wer hätte gedacht, dass die kleine Stadt Celle in Niedersachsen einst eine "Hochburg des Neuen Bauens" war, staunt auch Jürgen Tietz. Zu verdanken hat Celle sein architektonisches Erbe dem gebürtigen Münchner Architekten Otto Haesler (1880 bis 1962), der lange Zeit in Celle gearbeitet und dort manch berühmt gewordenen Baustil umgesetzt hatte, berichtet der Rezensent. Der zeigt sich denn auch hellerfreut über die "materialreiche" Monografie der Kunsthistorikerin Simone Oelker, denn die Autorin weise darin nach, was Haesler in der öffentlichen Wahrnehmung schon längst zugestanden hätte: Haesler, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war, war einer der "führenden Kräfte" neuer Architektur in der Weimarer Republik, so Tietz, der diesen "gewinnbringenden" Band Fachleuten wie Laien dringend zur Lektüre empfiehlt.
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