Spätestens seit Rem Koolhaas Metabolism Talks sind Megastrukturen wieder auf die Tagesordnung des aktuellen Architekturdiskurses gerückt. Dabei steht auch die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag die Architekturutopien zwischen 1955 und 1975 für die Baugeschichtsschreibung des vergangenen Jahrhunderts geleistet haben. Mit neuem Willen zur Form emanzipierte sich die Nachkriegsgeneration vom Erbe der Vergangenheit. Christoph Düesberg untersucht exemplarisch die Arbeiten der japanischen Metabolisten, der britischen Gruppe Archigram und des französischen Visionärs Yona Friedman. Dieser Titel versteht sich daher auch als Beitrag zu einer Debatte über den Wert utopischer Entwürfe für die künftige Architektur- und Stadtentwicklung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.11.2013
Dystopie oder Utopie?, das fragt sich Robert Kaltenbrunner angesichts der Entwürfe und Verwirklichungen architektonischer Megastrukturen 1955-1975, die dieser Band von Christoph Düesberg versammelt. Aufgrund einer für den Rezensenten spürbaren Renaissance monumentaler Bauweisen scheint ihm das Buch aktuell und instruktiv und als Brennstoff für Architektur- und Stadtenwicklungsdebatten gut geeignet. Dafür sorgt laut Rezensent der hier gewährte Blick zurück auf Architekturtheoretiker wie Yona Friedman oder die japanischen Metabolisten.
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