Aus dem japanischen von Yoco Fukuda, Jörg H. Gleiter und Jörg R. Noennig. Arata Isozaki - einer der bedeutendsten Architekten der Gegenwart - ist als Schöpfer spektakulärer Entwürfe und Bauten international ein Begriff. Im Ausland weniger bekannt ist sein gleichermaßen eminentes schriftstellerisches Werk. Dieser Band gibt erstmals in deutscher Sprache einen Einblick in Isozakis Gedankenwelt sowie einen Überblick zur Entwicklung seiner erstaunlich vielfältigen Architekturtheorie. Das Buch bietet einen unmittelbaren Zugang zum Verständnis seiner Architektur wie auch zur japanischen Gegenwartskultur im Spannungsraum internationaler Diskurse. Isozaki erweist sich als ein scharfer Kulturkritiker und Analytiker, dessen Rolle als Architekturdenker sich keinesfalls auf den Kontext Japan oder auf seine legendären metabolistischen und postmodernen Architekturvisionen reduzieren lässt - Isozaki ist aktueller denn je!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2011
Diesen Band mit Essays des japanischen Architekten Arata Isozaki schätzt Steffen Gnam seiner querdenkenden Ausrichtung wegen. Das vom Autor laut Gnam betriebene Denken in Ruinen und seine Umsetzung in architektonisches Programm bezeugen für den Rezensenten die Texte aus den Jahren 1962 bis 2004 etwa in Isozakis Kritik an Tokios Architektur, in seinen Referenzen an Musik und Literatur oder seinen Ausführungen zur traditionellen japanischen Holzbauweise in Absetzung zum ewigkeitsbeanspruchenden westlichen Bauen. Dass ihm der Autor außerdem Bauen im Kontext historischer Ereignisse (von Woodstock bis 9/11) erfahrbar macht, dankt Gnam ihm ebenso wie die Darlegung von Eigensinn und Ambiguität als mögliche Auswege aus einer als krisenhaft empfundenen Moderne.
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