Im Auftrag der Römisch-Germanischen Kommission. Dieser Geschichtsband dokumentiert in über 500 farbigen Bildern und ca. 30 großformatigen Aquarellen das Leben in Deutschland von der ältesten Steinzeit bis ins christliche Mittelalter. Namenlose Völker, Kelten, Römer, Germanen, Slawen und Deutsche folgen aufeinander. Ihr Werden und Vergehen hinterließ unverwechselbare Spuren im Boden. Eindrucksvolle Grabhügel oder Befestigungen setzen noch heute Akzente in der Landschaft, die seit Jahrtausenden vom Menschen laufend verändert wird. Hausrat, Werkzeuge, Waffen und kunstvolle Schmuckstücke zeigen schöpferisches Können der Menschen durch alle Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2002
Bis zum Oktober 1902, als sich die Römisch-Germanische Kommission (RGK) gründete, galt die Spurensuche nach unserer Vorgeschichte in den Wäldern Germaniens als Sache von Amateuren, Dilettanten, die mit ihren Ausgrabungen und Publikationen höchstens im Heimatmuseum Furore machen konnten. Das lag, meint Michael Siebler, an der alles dominierenden Wertschätzung der griechisch-römischen Antike im Mittelmeerraum. Zum hundertjährigen Jubiläum der RGK kann er nun einen Band verkünden und anpreisen, dem es auf beeindruckende Weise gelungen ist, die 400.000 Jahre lange Geschichte des Menschen in Deutschland bis zum Mittelalter zu erzählen. Ein wahres Kunststück, freut sich Siebler, das explizit für die breite Leserschaft gedacht sei. Die Texte erläuterten auf verständliche Weise die Funde und Grabungsergebnisse, erklärten Häuserbau, ländliche und städtische Organisationsstrukturen, Landwirtschaft, den Wald im Wandel der Zeiten, religiöse Praktiken; daneben illustrierten viele "textnahe" Fotos, Diagramme und Karten das historische Panorama, schwärmt Siebler, der Anfangs- und Schlußkapitel mit einer knappen Einführung in die methodischen und historischen Grundlagen der deutschen Archäologie für eine "gelungene Klammer" des ganzen hält.
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