Herausgegeben von Brigitte Röder, Sabine Bolliger Schreyer und Stefan Schreyer. Kleinste Objekte und Reste aus lang vergangener Zeit reichen den Archäologen bereits aus, um eine Vielzahl von Erkenntnissen zur Ur- und Frühgeschichte zu liefern. Mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden gelangen sie zu bahnbrechenden Erkenntnissen, die bis anhin geltende Meinungen komplett revidieren. So ernährten sich die Menschen in der Altsteinzeit beispielsweise mit mehr pflanzlicher Kost als bisher angenommen. Für die Orientierung in Raum und Zeit halfen ihnen möglicherweise Steinreihen, die sie als Kalender verwendeten. Auch die Rollenverteilung funktionierte anders als vermutet: Die Bedeutung
von Frauen und Kindern wurde lange unterschätzt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2017
Wie stark die Geschichte und insbesondere die jener Zeit, von der wir am wenigsten wissen, von den Wertvorstellungen der Gegenwart geprägt ist, bzw. wie gegenwartsbezogen die Interpretation der Informationen ist, die wir besitzen, dies wird im vorliegenden Band über die "Lebensweisen in der Steinzeit" glücklicherweise deutlich hervorgehoben, freut sich Rezensent Urs Hafner. Mehrere Schweizer Archäologen und Archäologinnen stellen im vorliegenden, reich bebilderten Band ihr Fach vor, was zwar zwischendurch laut Rezensent etwas "reklamehaft" anmutet, alles in allem für ihn jedoch durchaus interessant ist, zumal die Autoren nicht nur darüber schreiben, was wir bereits wissen und was und wie momentan erforscht wird, so Hafner. Vielmehr schildern sie auch ihre Visionen für das Fach, neue Forschungsmethoden, Fragen und Ideen und ihre Vorstellungen vom Zusammenleben der steinzeitlichen Menschen beschreiben, lobt der angeregte Rezensent.
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