Klappentext

Mit 47 Abbildungen und Karten. Spätestens seit der Bergung des Fürstengrabs von Hochdorf im Jahr 1978 entdeckt Deutschland "seine" Kelten. Und die Archäologie fördert beständig neue, oft sensationelle Funde ans Licht, wie die 1996 geborgene, lebensgroße Kriegerstatue vom hessischen Glauberg. Martin Kuckenburgs große Gesamtdarstellung der frühen Keltenzeit zwischen dem 8. und 3. Jahrhundert vor Christus räumt auf mit dem Klischee der kulturellen Rückständigkeit gegenüber Griechenland und Rom. Anhand neuester Funde und Ausgrabungen entsteht das Bild einer ausdifferenzierten, hoch entwickelten Gesellschaft mit prunkvollen Fürstensitzen umgeben von großen stadtartigen Siedlungen, mit umfangreichen Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelmeerraum und mit einer faszinierenden, eigenständigen Kunst.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2010

Christian Jostmann kann Martin Kuckenburgs Buch über die "Hallstattkultur" der Keltenfürsten, die sich aus den Grabungen der jüngsten Geschichte vor allem in Baden-Württemberg darstellt, wärmstens empfehlen. Mit großer Sachkenntnis, detaillierten Argumentationen und erhellenden Verweisen auf Zusammenhänge lässt der Autor das Bild einer Kultur entstehen, die die Auszeichnung "Hochkultur", wie im Untertitel der Studie zu lesen ist, zweifellos verdient, so der faszinierte Rezensent. Jostmann kann sich zwar vorstellen, dass der Autor manchem Leser zu eng an der "Forschungsgeschichte" entlang argumentiert, er rät aber, sich darauf einzulassen, weil sich so nach und nach die ganze Vielfalt einer "vorgeschichtlichen Gesellschaft" enthülle, die bereits im 6. vorchristlichen Jahrhundert in der Nähe des heutigen Sigmaringen eine Stadt hervorbrachte.
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