Franck Goddio

Versunkene Schätze

Archäologische Entdeckungen unter Wasser
Cover: Versunkene Schätze
Theiss Verlag, Stuttgart 2005
ISBN 9783806219319
Gebunden, 184 Seiten, 42,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen übersetzt von Sabine Grimm. In Zusammenarbeit mit Helene Constanty.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.05.2005

Rosemarie Noack kommt ins Schwärmen beim Betrachten der Bilder in Franck Goddios Dokumentation über "Versunkene Schätze" auf dem Meeresgrund. Ganze Schiffsladungen chinesischen Porzellans, Pharaostatuen, Schiffsglocken aus napoleonischen Zeiten und sogar komplette antike Städte wie das untergegangene Herakleion habe Franck Goddio, der "wohl bekannteste Unterwasserarchäologe der Welt", auf dem Grund der Ozeane aufgespürt, wie der Band zeige. Dank hoch entwickelter Unterwasserfotografie lasse er uns nun zu Augenzeugen seiner langjährigen Arbeit in den Tiefen der Weltmeere werden, berichtet die Rezensentin. "In der Magie dieser Bilder", die etwa die Tauchboote "Jules" und "Jim" verloren in einem "unendlichen blauen Unterwasserkosmos" zeigen, liege der unbestreitbare Wert des Buches. Weniger enthusiastisch hat Noack jedoch die Texte Goddios gelesen. Sie seien derart von Redundanzen geprägt, dass die Rezensentin sich des Verdachtes nicht erwehren kann, der ohnehin für seine Geschäftstüchtigkeit bekannte Archäologe habe hier lediglich bereits anderswo publizierte Schriften wiederverwertet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2005

Recht angetan zeigt sich Tilman Spreckelsen von diesem "stattlichen Bildband" über die spektakulären Funde des Unterwasserarchäologen Franck Goddio. Spreckelsen würdigt ihn als einen der "fleißigsten und erfolgreichsten Vertreter" der Unterwasserarchäologie und einen "begnadeten Vermarkter" seiner Tauchgänge. In vorliegendem Band beschreibe Goddio, wie er in Ostasien nach den Wracks der Galeone San Diego, zwei im achtzehnten Jahrhundert gesunkenen Schiffen der britischen Ostindien-Handelsgesellschaft und einer Reihe von Dschunken suchte und im Mittelmeer nach den Überresten von Antirhodos und Herakleion. "Anschaulich" erzähle er von Tauchgängen und Irrwegen, von gesunkenen Schiffen, die auch unter der Wasseroberfläche noch eine kleine Reise zurücklegten und so die Schatzsucher zur Verzweiflung brachten sowie von Begegnungen mit neugierigen Meeresbewohnern, die an den Bergungsarbeiten teilnahmen. "Ärgerlich" findet Spreckelsen nur einige "absurde, auf den ersten Blick erkennbare" Datierungsfehler, von denen man nicht wisse, ob sie auf Kosten des Originals oder der Übersetzung gehen. Für diesen Mangel werde man aber durch die "mit großem Aufwand produzierten Fotos" entschädigt, die eine aufregende Unterwasserwelt zeigen.
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