Siegfried Grundmann

Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo

Das BB-Ressort. Funktionäre, Beamte, Spitzel & Spione
Cover: Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo
Karl Dietz Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783320021139
Gebunden, 496 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Am 16. Mai 1935, am Tage nach der Festnahme der Funktionäre Ewald Jahnen und seines Mitarbeiters Dr. Felix Bobek aus der Betriebsspionageorganisation der KPD, musste der Gestapo-Beamte Karl Giering noch feststellen: Es sei bisher "nicht möglich, über dieses Ressort Näheres zu ermitteln". Bereits viereinhalb Monate später, am 3. Oktober 1935, konnte gemeldet werden, dass der BB-Apparat zerschlagen worden sei. Verrat spielte eine entscheidende Rolle. Bei der Arbeit mit V-Leuten war die Gestapo erschreckend effektiv. Wie kam es, dass Mitarbeiter aus dem BB-Apparat die Seiten wechselten? Welche Motive bewogen sie, ihre einstigen Genossen an die Gestapo auszuliefern - wohl wissend um die Folgen?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.06.2008

Lobend äußert sich Otto Diederichs über Siegfried Grundmanns Geschichte der kommunistischen Werkspionage im Dritten Reich. Im Mittelpunkt der Untersuchung sieht er das geheime "BB-Ressort" der KPD, das für die "Betriebsberichterstattung" - die Spionage in Betrieben und Forschungseinrichtungen - zuständig war. Zweck dieser Abteilung sei die Weitergabe von Produktionsgeheimnissen an die Spionageabteilung der Roten Armee gewesen. Diederichs würdigt Grundmanns Rekonstruktion der "unglaublichen Geschichte" des "BB-Ressorts" und seiner Zerschlagung durch die Gestapo als "verdienstvolle Arbeit". Allerdings hätte er sich ein sorgfältigeres Lektorat des Buchs gewünscht.
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