Selim Özdogan

Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

Roman
Cover: Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
Haymon Verlag, Innsbruck 2016
ISBN 9783709972380
Gebunden, 248 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach Istanbul. Auf der Suche nach seiner Identität, der verlorenen Liebe und guter Schokolade beginnt für Krishna in der Türkei eine unvergessliche Reise. Neugierig auf das Leben und stets leicht zu begeistern taucht er in das turbulente und pulsierende Leben der Großstadt ein. Über seine Wurzeln weiß er ein halbes Jahr später zwar immer noch nicht mehr, dafür aber eine ganze Menge über die Türken und die Deutschen, über Erdoğan und den Gezi-Park, über Moscheen und Starbucks, darüber, wie man mithilfe von Gebets-Apps zum guten Moslem und mithilfe des richtigen Haarschnitts zum Islamisten wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.08.2016

Sabine Vogel kommt aus dem Lachen nicht raus mit Selim Özdogans Satire auf türkisch-deutsche Befindlichkeiten. Die Vorurteile fliegen gleich schwarmweise auf, meint sie, wenn der Autor und seine Figur, einen deutschen Türke auf Heimaterkundung, im präpotenten Quasselsound von den Gezi-Protesten, der Integration oder der Liebe berichten. Mal pathetisch, mal scheinbar naiv, immer pointenreich und manchmal einfach dusselig, findet Vogel diesen köstlich überdrehten Roman.
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