In dieser Quellenedition werden visuelle Darstellungen aus der Hinterlassenschaft der Mitglieder der preußischen Ostasienexpedition unter Graf zu Eulenburg reproduziert, versehen mit Annotation und Kontextualisierung, einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht. Die reproduzierten Quellen beinhalten Lithografien von einem der offiziellen Expeditionsmaler, Albert Berg; Werke eines weiteren offiziellen Zeichners der Mission, Wilhelm Heine; Fotografien des offiziellen Fotografen Carl Bismarck, seines Assistenten und späteren Mitarbeiters August Sachtler sowie von John Wilson, einem vorübergehend in Edo von Eulenburg angestellten amerikanischen Fotografen; außerdem zeitgenössische Reproduktionen dieser Fotografien aus der Leipziger Illustrierten Zeitung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2012
Carsten Germis erzählt in seiner spannend zu lesenden Kritik eigentlich nur nach, wie es zu dem Buch gekommen ist: Im Jahr 1860 war also eine preußische Expedition unterwegs im gerade wieder geöffneten Japan. Die Autoren des Bandes fanden in Akten zu dieser Expedition Hinweise, dass damals Hunderte von Fotos aufgenommen worden sind - und diese Fotos zu finden, wäre eine Sensation. Zum Glück ist es ihnen gelungen, einige davon aufzustöbern, die jetzt, zusammen mit Zeichnungen der Expedition, die Substanz des Bandes bilden. Die Fotos galten eigentlich nur als Hilfsmittel für die Zeichner und sind heute doch das eigentlich kostbare Erbe. Irgendwo existieren die übrigen Fotos sicher auch noch. Die Autoren des Bandes haben versprochen, weiter zu suchen.
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