Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Wolfgang Tschöke. Cyrano de Bergerac: das ist der langnasige Dichter und Fechter, der seine Pointen mit Feder- und Degenspitze gleichermaßen treffend setzte - so wollte es zumindest Edmond Rostand, der die Figur des Cyrano weltberühmt machte. In Reise zum Mond und zur Sonne begibt er sich mit exorbitanter Phantasie und hintergründigem Witz auf eine wunderbare Reise. Bergeracs Protagonist gelangt auf erstaunliche Weise zum Mond und landet dort direkt im Paradies, aus dem er wegen seiner Lästereien allerdings gleich wieder verstoßen wird. Danach trifft er auf erstaunliche Mondbewohner: sie ernähren sich von Duft, zahlen in Sonetten und Oden, verständigen sich mit Tönen und Gebärden und können ihre enorm langen Nasen (!) als Sonnenuhr benutzen ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2005
"Welch ein Glück", "welch ein Mut", jubelt Lothar Müller in seiner kurzen Besprechung über diese Neuausgabe der beiden Romane von Cyrano de Bergerac aus den Jahren 1657 und 1662. Er fand darin nicht nur die "theoretische Neugier", die eines Galileis würdig gewesen wäre, sondern auch noch das "Salz der Frechheit". Besonders erfreut ist Müller darüber, dass in die neue Übersetzung auch jene Passagen Eingang gefunden haben, die in früheren Editionen oft ausgelassen wurde, etwa die "tolldreiste Theorie", über das Schicksal der Schlange nach der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies.
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