Beim Versuch, mit griechischen Staatsanleihen ein lukratives, aber hochgefährliches Spekulationsgeschäft zu machen, setzt der Investmentbanker Bernhard Milbrandt das Kernkapital des traditionsreichen Bankhauses Alberts aufs Spiel. Anstatt die Forderungen zu begleichen, flieht er in eine südspanische Apartmentanlage, die sich als gespenstische Investitionsruine erweist. Während er fieberhaft immer weiter mit virtuellen Beträgen jongliert, mehren sich die Anzeichen dafür, dass er in der scheinbar menschenleeren Siedlung nicht allein ist ... Unterdessen entbrennt eine Verfolgungsjagd nach Bernhard und dem Geld, die von Berlin und Frankfurt bis nach Gibraltar führt. Es stellt sich heraus, dass das Unternehmen der Familie Alberts tief in persönliche und geschichtliche Schuld verstrickt ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2013
Dass sich die Finanzkrise als generationskonfliktreiche Familienunternehmensgeschichte erzählen lässt, mag Florian Kessler nicht so recht glauben. Auch der zweite Roman von Sascha Reh vermag es laut Kessler nicht, den Kapitalismus familiär-kuschelig zu gestalten. So zivilisiert, klug und kenntnisreich Reh dem Rezensenten die Geschichte auch darbietet, als Smalltalk auf dem Grünen Hügel oder Flüchtlingsdrama am Mittelmeer, so wenig lässt sich Kessler darüber hinwegtäuschen, dass darunter etwas ganz und gar Irrationales, Kaltes vor sich geht.
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