Aus dem Englischen von Nikolaus de Palézieux. Samuel Gregg erzählt die faszinierende Geschichte eines allmählich sich entwickelnden Verständnisses der produktiven und wohlstandschaffenden Funktion des Geldes - der Einsicht also, wie Geld zu Kapital wird. Sie ist auch die Geschichte der allmählichen Überwindung des ursprünglich vorchristlich-antiken Misstrauens gegenüber Geldverleih, Spekulation und Handel und deren Versöhnung mit der Aufgabe des Schutzes und der Fürsorge für die Ärmsten und Schwächsten. Der Autor hebt einen Schatz, der für eine Ethik des Finanzwesens aus christlicher Sicht neue und überraschende Perspektiven eröffnet sowie manche kritische Anfragen an heutige Praktiken der Finanzwirtschaft in einem neuen Licht erscheinen lässt. Insbesondere auch die oft problematische Rolle des Staates und gesetzlicher Regulierungen.
Ein besonderes Anliegen des Buches ist es, die aktuelle Relevanz zentraler Prinzipien der christlichen Soziallehre wie des Gemeinwohlprinzips und des Prinzips der allgemeinen Bestimmung der Güter mit dem ebenso von der christlichen Tradition hochgehaltenen Prinzip des Privateigentums als Grundlage einer humanen Gesellschaft und einer funktionierenden, für alle Wohlstand schaffenden Ökonomie herauszuarbeiten. Auch hier gelangt Samuel Gregg zu Aussagen, die manchen vielleicht überraschen werden. Er zeigt, weshalb gerade heutige Geld- und Kapitalmärkte, trotz Missbräuchen und menschlichen Fehlverhaltens, das effizienteste Instrument sind, um die Güter dieser Erde für alle Menschen nutzbar zu machen - insbesondere und gerade für die Ärmsten dieser Welt, und dass genau darin für Christen, die in der Finanzwirtschaft tätig sind, auch die eigentliche und positive Herausforderung liegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.02.2018
Thomas Fuster sieht die Geld- und Kreditmärkte in einem besseren, quasi göttlichen Licht mit Samuel Greggs 2016 verfasster Arbeit. Einer christlichen Ethik des Finanzwesens öffnet der Autor laut Fuster neue Perspektiven und zeigt, dass Profit trotz Missbräuchen ein Mittel ist, die Güter der Erde für alle nutzbar zu machen. Die Marktfreundlichkeit des US-Moralphilosophen und Vertreters der Österreichischen Schule der Nationalökonmie überrascht den Rezensenten nicht. Dass Gregg sich nicht in historischen Betrachtungen verliert, sondern mit nüchternem Wissen die Brücke zur heutigen Krise schlägt und seinen Appell, Christentum und Geldethik zusammenzudenken, an Geistliche und Finanzfachleute gleichermaßen richtet, scheint Fuster sinnvoll.
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