Aus dem Englischen von Cordula Setsman. Joe hat seinen Bruder seit zehn Jahren nicht gesehen, und das aus dem schlimmsten aller Gründe. Ed sitzt in der Todeszelle. Aber jetzt wurde Eds Hinrichtungsdatum festgelegt und Joe ist wild entschlossen, diese letzten Wochen mit seinem Bruder zu verbringen, egal, was andere Leute denken ... Geschrieben von Sarah Crossan, wirft dieser Roman wichtige Fragen auf: Welchen Wert misst man dem Leben bei? Was kann man vergeben? Und wie verabschiedet man sich?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2019
Eva-Maria Magel staunt, wie gut Sarah Crossan die ganz großen Themen zu fassen vermag. In dieser Geschichte um eine "White trash"-Familie in Texas, in der ein Junge bang die Hinrichtung seines zum Tode verurteilten großen Bruders erwartet und hofft, dass nochmal alles gut wird, geht es laut Magel um Sinn, Gerechtigkeit, Leben und Tod. Vor allem die Form, die Crossan dafür findet, scheint Magel überraschend. Als Versroman angelegt, bietet der Text laut Magel aber genau den freien, lückenreichen, instagram- und chatroomkompatiblen Ausdruck, den die Story gebrauchen kann. Die "klischeefreie" Übersetzung von Cordula Setsman spielt dem Ganzen auch noch gut zu, findet die Rezensentin.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Daniel Kehlmann: Afrika Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…