Aus dem Amerikanischen von Elisa Martins. Neun Kinder leben allein auf einer paradiesischen Insel. Woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn die Glocke ertönt, weiß niemand. Die Insel versorgt die Kinder mit allem, was sie brauchen. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und es gibt klare Regeln. Doch als Jinny, die Älteste, die wichtigste Regel bricht und als zehntes Kind auf der Insel bleibt, wendet sich die Natur gegen sie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.10.2020
Rezensent Philipp Bovermann wird wehmütig bei der Lektüre von Laurel Synders Kinderbuch: Auf einer von 9 Waisenkindern bewohnten Insel kommt jedes Jahr auf einem Boot ein junges Kind an, für das ein älteres die Insel verlassen und sich in den geheimnisvollen Nebel um die Insel begeben muss. Diese "klug konstruierte Allegorie" auf den schmerzvollen Abschied von der Kindheit, so Bovermann, werde komplizierter, als ein Mädchen diese Regel bricht und der Nebel daraufhin klarer, das Geheimnis jedoch immer undurchdringlicher werde. Für den Rezensenten daher nicht nur ein nostalgisches, sondern auch ein "intellektuelles Abenteuer".
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