Ina ist fünfzehn Jahre alt und ihr Leben scheint völlig aus dem Takt zu sein - weder der Beat noch das Gefühl, der innere Sound, stimmen. In der Schule läuft es nur mäßig, ihren Körper mag sie nicht, die Ehe ihrer Eltern ist nur Fassade und auch ihr eigenes Liebesleben ist deutlich ausbaufähig. Ina mag Phil, aber ihr erstes Mal hat sie mit Yannik. Und dann ist da noch der Gastvater der französischen Austauschfamilie, der ihr näher kommt, als ihr lieb ist ..
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2024
Alexandra Helmig ist ein überzeugendes Buch über die schwierige Zeit der Pubertät gelungen, findet Rezensentin Lena Bopp. Die 15-jährige Ina kommt darin in der Ich-Perspektive zu Wort, erzählt in kurzen Kapiteln von der auf der Kippe stehenden Ehe ihrer Eltern, ihrem Schwarm - mal Phil, mal Yann -, der ersten Liebe ihrer besten Freundin, für die sie sich nicht freuen kann. Die verwirrenden Ambivalenzen der Adoleszenz bekommen dabei viel Raum, so Bopp, weil Helmig ihre dadurch an Komplexität gewinnenden Figuren ernst nimmt. Auch stilistisch treffe die Autorin den Ton des Gedankenstroms eines oft verunsicherten, manchmal überheblichen Teenagers. Ein gutes Buch über eine vielseitige Lebenszeit.
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