Unionsverlag, Zürich 2026
ISBN
9783293006195 Gebunden, 224 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt. Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2026
Es ist immer schwierig ein Buch zu kritisieren, das reale Schrecken thematisiert wie hier Samar Yazbek den Bücherkrieg in Syrien. Aber betroffen sein reicht einfach nicht für einen Roman, meint Rezensent Tobias Lehmkuhl. Literarisch findet er ihn einfach misslungen, zu viele Grausamkeiten auf einmal, inhaltliche Unstimmigkeiten und Übertreibungen, dann die "forcierte Naivität" der Erzählerin, und leider ist auch die Übersetzung holprig, zählt er auf. Ganz klar keine Empfehlung.
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