Samantha Hunt

Nixenkuss

Roman
Cover: Nixenkuss
Marebuchverlag, Hamburg 2006
ISBN 9783936384970
Gebunden, 216 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell. Eine junge Frau in einer von Trinkern bevölkerten Kleinstadt an einer Felsküste hoch im Norden der USA: Sie wohnt in einem alten Seemannsheim mit sechzehn Zimmern, von denen die meisten leer stehen, weil niemals Gäste kommen. Sie ist unglücklich verliebt in den Fischer Jude, der im Irak im Krieg war und seitdem nur wenig spricht. Sie hat das trostlose Leben an Land satt. Sie sagt: "Okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe."

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.06.2006

Rezensentin Angelika Ohland ist geradezu atemlos vor Begeisterung über diesen Roman von Samantha Hunt, der ihrer Meinung nach die gängigen Kategorien sprengt - obwohl er sich eigentlich einer recht simplen Erzählformel bedient, die gewissermaßen schon in der Natur eines Romans liegt: dass "Wirklichkeit und Fantasie vermischt" werden. Hunt erzählt die Geschichte einer 19-Jährigen, die in einem trostlosen Fischerdorf am Nordatlantik lebt. Besonders ist hier nur der Anteil der Alkoholiker an der Gesamtbevölkerung. Die junge Frau ist auch noch verliebt in einen Mann, der, seit er aus dem Irakkrieg heimgekehrt ist, kaum noch spricht und trinkt. Sie selbst glaubt, sie sei eine Nixe - warum, wird nicht so recht klar. Die Geschichte ist, wie Ohland schreibt, ein in der hässlichen politischen Realität verankertes Märchen. Hunt gelinge es, immer "klarer" zu werden, je weiter sie "ins Traumhafte gleitet". Ein "trauriges" und "gefährliches" Buch, resümiert die Rezensentin.
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