Gisela Stelly

Moby

Roman
Cover: Moby
Marebuchverlag, Hamburg 2005
ISBN 9783936384239
Gebunden, 173 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Mariella fährt mit ihrer Mutter Coco und ihrem Vater Tony nach Südfrankreich ans Mittelmeer. Tony ist ein rastloser Medienmogul, der Seefahrergeschichten liebt, allen voran Moby Dick. Wieder und wieder liest er Mariella, die er zärtlich Moby nennt, aus Melvilles Roman vor. Tonys Faszination für den Weißen Wal ist das Band, das ihn mit seiner Tochter verbindet - und das sich in diesem heißen Sommer, in dem Moby aus ihrer Kindheit heraustritt, lösen wird. Gisela Stelly hat eine unvergessliche Geschichte über Wahl- und Walverwandtschaften geschrieben: heiter, schillernd und profund.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2006

Verena Lueken hatte offenbar Spaß an diesem "Stück Unterhaltungsliteratur". Der Roman erzählt vom letzten Sommer der Kindheit eines jungen Mädchens, das eigentlich Mariella heißt. Sein Vater nennt es "Moby", nach dem Helden seines Lieblingsromans, aus dem er ihr gern vorliest. Die Mutter interessiert sich für Esoterik in jeglicher Form, erfahren wir. Das ganze spielt in den achtziger Jahren in Saint Tropez. Es geht also ums Erwachsenwerden in besser gestellten Kreisen und um die erste Liebe. Die Autorin, erzählt Lueken, war mit Rudolf Augstein verheiratet. Nach Anspielungen und "Schlüsselstellen" zu suchen, lohnt sich jedoch ihrer Ansicht nach nicht. Dafür erzählt Stelly "lebhaft und von wenigen Stellen abgesehen, die schnell hinter einem liegen, unprätentiös", wie in einem Sommer aus "Moby" Mariella wird.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.11.2005

Dies ist ein Ferienroman, also leichte Lektüre, schickt Klaus Harpprecht seiner Rezension voraus. Genre: gute Unterhaltungsliteratur. Doch "Moby" ist nicht nur in den Ferien gut zu lesen, sondern spielt auch in den Ferien. Die Geschichte ist in St. Tropez angesiedelt, wohin die jugendliche Moby mit ihren närrischen Eltern verreist und wo ihr unter anderem ein sardonisch grinsender Sarde (daher das Wort, unterrichtet uns Harpprecht) näher kommt. Stelly gehe das Erzählen locker und frisch von der Hand, berichtet der Rezensent, der nur das beigemischte Element des Kriminalromans aufgesetzt und verzichtbar findet.
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