Aus dem Englischen von Sibylle Schmidt. London 1901: Der Temple-Bezirk mit seinen alten Gebäuden und verwinkelten Straßen liegt im Herzen Londons und bildet das Zentrum der englischen Rechtswelt. Ein Ort, an dem Traditionen alles bedeuten und Mord seit Jahrhunderten nur in Fallbüchern vorkommt - bis jetzt … Als der Anwalt Gabriel Ward an einem sonnigen Morgen im Mai aus seinen Räumen tritt, stolpert er buchstäblich über die Leiche des obersten Richters. Da die Polizei im Temple-Bezirk keine Befugnisse hat, wird Gabriel mit der Aufklärung betraut. In gewohnter Manier stürzt er sich mit Logik und Akribie auf die Fakten, doch er muss bald feststellen, dass ein Mord ganz eigenen Gesetzen folgt. Und dass sich hinter den schweren Eichentüren des Temple-Bezirks mehr dunkle Geheimnisse verstecken, als er je geahnt hätte …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2026
Rezensent Jürgen Kaube freut sich schon auf die nächsten Krimis der englischen Juristin Sally Smith, so klug und diskret erzählt Smith von der Juristenwelt rund um die Londoner Temple Church. Der Fall um den Mord an einem hohen Richter, ermittelt von einem Zivilrechtler, vermittelt Kaube allerhand Wissenswertes über das Gerichtswesen auf der Insel und kommt dazu noch ohne überflüssiges Beiwerk aus. Stattdessen konzentriert sich Smith auf das Wesentliche, die komplexen Ermittlungen, so Kaube. Die snobistische Haltung der Vertreter der Jurisprudenz kommt subtil anhand der Sprache und Gesten rüber, erklärt Kaube bewundernd.
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