Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Sena ist in Brooklyn als Tochter eines palästinensischen Krämers aufgewachsen. Sie ist erfolgreiche Anthropologin, hat zwei Autos, trainert Aerobic, besucht Partys auf Jachten, in Botschaften, an Swimming-Pools. Eines Tages erhält sie eine Nachricht aus dem Westjordanland: Ihr seit langem verschollener Vater liegt im Sterben. Kurz entschlossen packt sie die Koffer und fährt zurück in ihr Land, das sie nicht kennt und von dem sie nicht weiß, ob es ihre Heimat ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.03.2002
Stefan Weidner begrüßt den in Khalifas Roman geleisteten Vergleich westlicher Ausbeutermentalität mit der in der eigenen Gesellschaft. Diese Radikalität und die differenzierte Sichtweise ihres eigenen Volkes, die sich in "Das Erbe" widerspiegelt, imponiert dem Rezensenten, und er teilt die Auffassung vieler, dass diese Autorin "einer der glaubwürdigsten Anwälte für die palästinensische Sache" sei. Auch wenn Weidner findet, dass sich der Vorwurf der Kolportage angesichts der Romanhandlung, nicht gänzlich von der Hand zu weisen sei, ist sein Gesamturteil darüber sehr positiv. Es beinhalte Wirklichkeiten, die "temporeich und vielgestaltig" erzählt seien, lobt er, was ihn über manche Unstimmigkeiten bezüglich der Erzählstränge hinwegsehen lässt.
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