Russell Brand

Revolution

Anleitung für eine neue Weltordnung
Cover: Revolution
Heyne Verlag, München 2015
ISBN 9783453269910
Gebunden, 480 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Unser gegenwärtiges System dient dazu, den Reichtum einer kleinen Elite aufzublähen, während der Rest der Menschheit kleingehalten und unser Planet zerstört wird. Jeder weiß das, aber keiner tut etwas dagegen. Der ganze Kyoto-Kram - reduzieren wir den CO 2-Ausstoß um den Wert x bis zum Jahr y - ist jedenfalls nichts weiter als gequirlte Scheiße, meint Russell Brand. Eine bloße Geste, eine Alibiveranstaltung. In etwa so wie der Salat, den sie bei McDonald's anbieten. Um die Erde wirklich zu retten, muss das System grundlegend verändert werden. Wir müssen radikal umdenken, ja, wir brauchen eine Revolution. Und zwar jetzt gleich!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2015

Feuer frei: Rezensent Oliver Jungen hat wenig übrig für reiche Ex-Junkies mit Erlösungsfantasien. Deswegen ist ihm der Komiker Russell Brand ebenso unangenehm wie einst George Bush. Doch da Brand heute die Stimme der Linken gibt, sehnt Jungen sich zu Merve-Bändchen und Suhrkamp-Briketts zurück. Vulgär, platt und reißerisch findet der Rezensent das Geschwätz, das Brand in seinem Buch "Revolution" von sich gibt. Und seine "Anleitung für eine neue Weltordnung" entpuppt sich in den Augen des abgestoßenen Rezensenten als "neo-esoterischer Ratgeber", in dem gemeinsames Meditieren als Lösung für System präsentiert wird, das der Autor eigentlich nicht verstanden habe, wie der Rezensent meint.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.04.2015

Bernd Graff kann sich angesichts der Wortkaskaden des britischen Komikers Russell Brand in seinem Buch "Revolution" das Schmunzeln nicht vergleichen. Das hat zwei Gründe, erklärt der Rezensent. Einerseits wirkt das Buch mit seinem "angeberisch-lackaffigem Namedropping" ohne echte Intellektualität merkwürdig schief, auch Ideen für Alternativen zum kaputten Kapitalismus, den Brand beklagt, gibt es keine, so Graff. Andererseits empfindet der Rezensent aber auch so etwas wie Nähe und Anerkennung für böse, spitze Formulierungen, denn die Zweifel bis zur Verzweiflung am System kann er ja durchaus nachvollziehen, gibt Graff zu.
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