Mit 960 Abbildungen. Herausgegeben von der Rupprecht-Geiger-Gesellschaft, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München. Bearbeitet von Pia Dornacher und Julia Geiger. Mit einem Vorwort von Helmut Friedel. Rot ist die Farbe Rupprecht Geigers. Sie ist für ihn ein ebenso grundlegendes Element wie Feuer, Wasser, Luft und Erde. Ihr widmete er sein Leben, sein Werk. Anlässlich seines 95. Geburtstags erscheint erstmals ein Gesamtüberblick über das immense kreative Schaffen Rupprecht Geigers. Mit diesem - durchgehend vierfarbigen - Werkverzeichnis ist nun ein Überblick über das weitverstreute Werk dieses bedeutenden deutschen Künstlers möglich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2003
Rupprecht Geigers zu seinem 95. Geburtstag vorgelegtes Werkverzeichnis für Gemälde, Objekte und architekturbezogene Werke von 1942 bis 2002 zeigt nach Ansicht von Rezensent Georg Imdahl die "Metamorphosen eines Autodidakten, der aus anfänglich surrealistischen und phantastisch angehauchten Nachkriegslandschaften nach und nach ortlose Farbräume entstehen lässt". Vor allem Geigers rote Gemälde haben es Imdahl angetan. Spontan wirke Geigers Rot fast immer poppig, positiv, dekorativ, alles andere als erdenschwer, es versprühe sich endlos in den Raum. "Nach innen hingegen", hält Imdahl fest, "leuchtet es einen anderen, ungreifbaren Raum aus - einen puren Rotraum." Darüber hinaus hinterfrage Geiger mit seiner Malerei die Bedingungen des Bildes und seiner Präsentation - eine Frage, die fast alle Maler umgetrieben habe, die sich auf eine einzige Farbe beschränken: Ad Reinhardt, Yves Klein, Robert Ryman.
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