"Die Geschichte in mir". Eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert.
Lesung
Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2026
ISBN
9783742437136 Download, 24,95
EUR
Klappentext
Ungekürzte Lesung mit Frank Arnold. Dauer 613 Minuten. Rüdiger von Fritsch hat sein Leben als Diplomat der Verständigung der Völker verschrieben, sein Vater das seinige "unserer herrlichen Bewegung", dem Nationalsozialismus. Für Thomas von Fritsch waren "Deutschlands Feinde" schuld an dem unendlichen Verlust an Heimat, Haus und Menschen, der die Erzählungen der Erwachsenen während der Kindheit des Autors bestimmt. Der ehemalige Botschafter in Warschau und Moskau erzählt, wie ihm als Kind dämmerte, dass es in Wahrheit die Deutschen gewesen waren, die furchtbares Leid über den europäischen Kontinent und seine Menschen gebracht hatten. Sein Buch handelt davon, wie er sich schließlich dem geliebten Vater und seiner Ideologie entgegenstellte. Am Beispiel seiner Familie entwirft Rüdiger von Fritsch ein Panorama des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2026
Wie sich mit der NSDAP-Vergangenheit von Familienmitgliedern umgehen lässt, lernt Rezensent Wolfgang Schneider von Rüdiger von Fritsch. Dessen eng mit der Geschichten der Baltendeutschen verzahnte Familiengeschichte dreht sich laut Rezensent vor allem um die Auseinandersetzungen des Sohnes Rüdiger mit dem Vater Thomas, einem überzeugten Nationalsozialisten. Sprachlich klar bemüht sich diese Geschichte um ein Ausbalancieren des Verhältnisses zwischen menschlicher Zuneigung und Abneigung der Ideologie gegenüber, stellt Schneider fest. Die ungekürzte Hörbuch-Lesung von Frank Arnold hat laut Schneider humoristische Elemente, folgt dem Buch allerdings in die dunkelsten Zonen der Vaterbiografie. Daneben bietet das Hörbuch Familiendiokumente wie Briefe und Gesprächsprotokolle, die den Kriegsalltag in Litauen und die Flucht vor der Roten Armee bezeugen. Für Schneider ein weiteres Plus der Veröffentlichung.
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