Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.07.2003
Diese Korrespondenz zweier Vertreter der "liberalismuskritischen" dialektischen Theologie zeigt nach Niklaus Peter "auf faszinierende Weise" die Reflexion beider Theologen über die Autorität der eigenen Rolle. Als "beeindruckend" hebt Peter weiterhin den "schönen Briefstil" die präzise Formulierungskunst Bultmanns hervor. Außerdem weist der Rezensent auf einen Text im Anhang hin, ein gutachterliches Sondervotum Bultmanns zur Nachfolge von Rudolf Otto, das die "intellektuelle Brillanz" und "kühle Beobachtungsgabe" Bultmanns ebenso belege wie seine Fairness und "menschliche Rechtschaffenheit". Kritisch merkt Peter nur an, dass das Maß sinnvoller Kommentierung von den Herausgebern manchmal überschritten scheint und dass einige Briefe aus dem nicht eben interessanten professoralen Alltags- und Familienleben "vielleicht besser ungedruckt geblieben wären".
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