Roy Jacobsen

Die Kinder von Barrøy

Roman
Cover: Die Kinder von Barrøy
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406774225
Gebunden, 270 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann. . Im lange erwarteten neuen Band seiner Saga über die Insel Barrøy, die Hunderttausende in aller Welt begeistert hat, entführt uns Roy Jacobsen wieder in die raue, atemberaubende Küstenlandschaft Norwegens und erzählt mit Lakonie und poetischer Kraft von der Härte des Insellebens am Rande der Zivilisation. Nach einer langen und beschwerlichen Reise durch Norwegen ist Ingrid zurück auf Barrøy. Das Leben auf der winzigen Schäreninsel wird noch immer vom jüngst vergangenen Zweiten Weltkrieg überschattet, die Menschen versuchen zu vergessen. Eines Tages wird ein fünfjähriger Junge auf die Insel gebracht. Als bald darauf sein Vater auf ungeklärte Weise verschwindet, adoptiert Ingrid den kleinen Mathias, der fortan fester Teil der Barrøy-Gemeinschaft wird. Doch sie ahnen zunächst nicht, dass mit Mathias auch das Drama um seine Herkunft mit auf die Insel geschwemmt wurde. "Die Kinder von Barrøy" erzählt mit großer Intensität vom Zusammenleben in einer Gemeinschaft, einem Land im Wandel und der Unerbittlichkeit des Meeres. Aber vor allem ist es das Porträt einer außergewöhnlichen Heldin, einer Mutter, die allen Schicksalsschlägen zum Trotz Verantwortung übernimmt...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.02.2022

Rezensentin Katharina Granzin rückt mit ihrer Besprechung von Roy Jacobsons "Die Kinder von Barrøy" das Bild des norwegischen Autors gerade. Es ist der vierte Teil einer Reihe, die auf der Fjord-Insel Barrøy spielt, dort scheinen noch andere Regeln zu gelten, Fragen nach Herkunft und Kriegsvergangenheit spielen keine Rolle und das Leben ist geprägt von Agrararbeit, fasst Granzin zusammen. In Nebensträngen der Geschichte erkennt die Rezensentin realhistorische Bezüge zur Nachkriegszeit, wie dem Waisenkind, das von der Inselbesetzerin aufgenommen wird und auf das marginalisierte Leben zurückgebliebener Kinder deutscher Soldaten verweist. Dass der Autor dabei auf überflüssige Erklärungen der Figuren verzichtet und sie sich selbst entfalten lässt, überzeugt die Rezensentin besonders, denn so bleibt ihr der Reiz einer gewissen Unbegreiflichkeit.

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