Rosamunde Pilcher

Wintersonne

Roman
Cover: Wintersonne
Wunderlich Verlag, Reinbek 2000
ISBN 9783805206846
Gebunden, 777 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ursula Grawe. Elfrida Phipps ist Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin ? schön und eigenwillig. Nach zwei gescheiterten Ehen hat sie ihre große Liebe gefunden und verlebt glückliche Jahre. Als ihr Mann jedoch schwer erkrankt und stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Um über den Verlust hinwegzukommen, zieht Elfrida von London aufs Land, in das kleine Dorf Dibton. Rasch findet sie Freunde unter den Dorfbewohnern. Besonders gut versteht sie sich mit Oscar Blundell und seiner Frau Gloria, deren großes Haus so etwas wie der gesellschaftliche Mittelpunkt des Dorfes ist. Zwischen dem eher ruhigen Oscar und Elfrida entwickelt sich eine tiefe Freundschaft...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2000

Hannelore Schlaffer hat an diesem Buch so einiges zu bemängeln - um dies gleich anschließend meist wieder zu relativieren. Letztlich geht sie davon aus, dass die Lektüre vermutlich Damen ab sechzig durchaus gefallen könnte - Damen, die viel Zeit haben, belanglosen Gesprächen zu folgen, die selber verwitwet oder verlassen wurden und sich nach einem zu umsorgenden Mann sehnen, und die über so manchen praktischen Zufall in dem Roman großherzig hinwegsehen können. Die Rezensentin selbst findet Pilchers Schreibstil eher müde und langatmig - aber schließlich zeigt das Buch ihrer Ansicht nach doch eines: wie sich das Leben "nach dem zweiundsechzigsten Lebensjahr in die Länge ziehen kann".
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.08.2000

Susanne Katzorke hat offensichtlich ein gemütliches Wochenende unter einer "Kuscheldecke" mit diesem Buch verbracht - und gerade dafür findet sie die Pilcher-Romane geeignet wie kaum ein anderes Buch. Zwar räumt sie ein, dass man eigentlich schon vorher weiß, dass auch dieses Buch wieder gut ausgehen wird und "Konflikte sich durch ein Fingerschnippen lösen lassen". Auch der Stoff selbst ist - wie sie zugibt - nicht gerade originell. Und doch: Katzorke staunt, wie es der Autorin es trotz allem immer wieder gelingt, "den Leser doch in ihren Bann zu ziehen". Und so gibt sie schließlich zu, dass sie das nächste regnerische Wochenende und den nächsten Pilcher-Band eigentlich kaum erwarten kann.
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