Simon Beckett

Totenfang

Roman
Cover: Totenfang
Wunderlich Verlag, Reinbek 2016
ISBN 9783805250016
Kartoniert, 560 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Längsfeld und Karen Witthuhn. Hunter ist zurück. Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet. Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.01.2017

Petra Pluwatsch ist begeistert von Simon Becketts fünftem Hunter-Thriller. Was der Forensiker Hunter in den Sümpfen Ostenglands mit diversen Wasserleichen und deren vermeintlichen Angehörigen erlebt, zieht Pluwatsch mit sanft ansteigendem Suspense die Schuhe aus. Wie gekonnt der Beststeller-Autor Tempo macht, Handlungsstränge verwebt und in ein "grandioses" Finale münden lässt, scheint Pluwatsch genial und hinterlässt bei ihr den Eindruck, die Hunter-Serie hätte eben erst frisch begonnen. Da steckt die Rezensentin auch Becketts seitenlangen populärwissenschaftlichen Exkurse über Leichenwachs und abgefaulte Hände einigermaßen locker weg. Zur Not überblättert sie mal ein paar Seiten.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 01.11.2016

Elmar Krekeler hat sich Simon Becketts neuen Krimi als Herbstlektüre ausgesucht. Passt ganz gut, findet er, wo's doch so schön modert in Becketts Essex und die Marschen mächtig verunstaltete und vergammelte Leichen freigeben. Klarer Fall für Becketts netten, schicksalsgebeutelten forensischen Anthropologen, meint Krekeler. Wie in einem echten Schauerroman führt ihn der Autor in eine mystische Landschaft, schafft pausenlos Cliffhanger und lässt seinen Dr. David Hunter sich in Familiengeschichten und den faulen Grund der Gesellschaft verstricken. Nichts scheint Krekeler in diesem Buch sicher, außer das Eintreten des Unvorhersehbaren.