Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.11.2002
Nicht so leicht zu verstehen ist aus dieser Besprechung von Andreas Nentwich, was die Leser in diesem Buch erwartet. Offenbar geht es jedoch um ein Lexikon sehr anderer Art, eines, das davon ausgeht, wie Nentwich schreibt, dass "jeder Erklärungsfortschritt (..) das Nichts um einen neuen Schatten (vermehrt)". Um diese Schatten also geht es, um das, was sich der Handhabbarkeit durch die "Wissensgesellschaft" entzieht. Und darunter fällt laut Nentwich alles zwischen "A wie 'A' oder 'Angewöhnungsverstopfung' bis Z wie 'Zigarre, verzauberte' oder 'Zurufen von Gegenständen'". Kurz, es geht um einen sehr Wolfschen Blick auf die Welt, die er vermöge dieser Essays in "128 nachgereichten Stichwörtern und 80 beunruhigenden Bildtafeln" präsentiert: ein "Vivisekteur ('Tranchirer') unseres Unbehagens in Kultur und Natur", schreibt Andreas Nentwich, den das Ganze sehr entzückt hat.
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