Aus dem Englischen von Götz Burghardt. Nachdem der Großvater vor seinen Augen erschossen und sein Vater wegen eines unheilbaren Nervenleidens abgesetzt wurde, gelangte der noch minderjährige Hussein Ibn Talal 1953 auf den jordanischen Thron. Seine Regentschaft war vom ersten Tag an geprägt von dem leidenschaftlichen Bemühen, das Überleben seines Volkes zwischen Kriegen und Krisen, zwischen Ost und West, zwischen feindlichen und befreundeten Nachbarn zu sichern. Mit mindestens dreißig unversehrt überstandenen Attentaten, seinen vier Ehen und seinen elf Kindern zählte König Hussein von Jordanien zu den schillerndsten Figuren der politischen Weltbühne des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "hcr" weist darauf hin, dass der Autor sich hier vor allem "einschlägiger Literatur" bedient habe und der Leser deshalb nicht mit neuen Informationen zu rechnen habe. Allerdings lobt er die "wohlwollende", aber keineswegs unkritische Herangehensweise des Autors an ein "spannendes" Thema. Man erfahre, wie sehr die vergleichsweise stabilen Verhältnisse in Jordanien von den meisten Bewohnern als Verdienst der haschemitischen Dynastie angesehen werden und daher auch nach Husseins Tod kein Bedürfnis nach einschneidenden Veränderungen besteht. Andererseits gehe Dallas auch auf Husseins - nach westlichen Vorstellungen - mangelhafte Kooperationsbereitschaft mit "Parlament und Regierung", sein nicht unproblematisches Verhältnis zu freier Berichterstattung in den Medien und die unzureichende Bekämpfung der Korruption ein.
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