Als intimer Kenner der europäischen und internationalen Kunstszene begibt sich Robert Fleck auf die Suche nach den diversen Revolutionen des 21. Jahrhunderts, den leisen und den lauten, den oberflächlichen und denen in der Tiefe. Die Kunst erlebt einen Epochenumbruch, vergleichbar demjenigen, den wir in unseren Lebensverhältnissen wahrnehmen. Wie verändert sich die Kunst mit der Internetgesellschaft? Wie wandeln sich Malerei, Skulptur, Fotokunst und Video mit dem Digitalen? Auf welche Weise werden vergessene Traditionen plötzlich aktuell? Die neue Öffentlichkeit für Kunst, der Wandel von Museen, Galerien, Ausstellungen. Was bedeutet die Globalisierung des Kunstgeschehens? Das Buch entwirft ein Panorama der Kunst des 21. Jahrhunderts anhand künstlerischer Hauptzeugen ihrer Entwicklung, unter Einbeziehung der neuen prägenden Ideen, der Gleichheit der Geschlechter, des Postkolonialismus und der Rettung des Planeten. Es endet mit einem Plädoyer für die Notwendigkeit von Kunst in unserer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2021
Rezensentin Beate Söntgen bewundert die Fähigkeit des Kurators und Kunstkritikers Robert Fleck, die zeitgenössische Kunst, ihre Themen und Herausforderungen auf knappem Raum für ein breites Publikum darzustellen. Wie Digitalität, Globalisierung, Klimawandel, Genderdiskurs die Kunst bewegen, zeigt der Autor laut Söntgen anhand von Werkanalysen, Themen und Verfahrensweisen der Gegenwartskunst oder auch ganz konkret an ökonomischen Bedingungen wie den Transportkosten. "Leichthändig" und meinungsstark rückt Fleck künstlerische Positionen abseits westlicher Kunstgeschichte ins Licht, erklärt die Rezensentin. Das Buch findet sie anschaulich verfasst. Dass vieles Angesprochene im Ungefähren bleibt, gesteht sie dem Autor zu, wenngleich sie manches seiner Urteile gern besser begründet gesehen hätte.
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