Dieses Standardwerk, das bereits in sechs Sprachen übersetzt wurde, führt in die Entstehung und Geschichte des Methodismus in England und Nordamerika ein und beleuchtet den Beitrag der Bewegung zur Geschichte der Frühen Neuzeit, außerdem die vielfältigen internationalen Kontakte der Brüder John Wesley und Charles Wesley - z.B. den prägenden Einfluss des Gedankenguts von August Hermann Francke und den Herrnhutern, aber auch die Abgrenzung der methodistischen Bewegung davon.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2007
In besonders beseelten Beschreibungspassagen sei auch ein missionarischer Impetus des Kirchenhistorikers Richard P. Heitzenrater spürbar. Rezensent Friedrich Wilhelm Graf notiert dies beiläufig als selbstverständliches Begleitphänomen eines solchen Sujets, schließlich halte sich der Autor streng an den Helden der Bewegung, John Wesley, des wichtigsten Protagonisten der methodistischen Reformbewegung. Religiosität werde bei ihm gewissermaßen messbar, dank minutengenauer Eintragungen im Tagebuch auf einer Skala von eins bis neun. "Spannendes" zu den theologischen Debatten der Zeit, so der Rezensent, erfahre man insbesondere aus einem Kapitel über die Konkurrenz der Colleges in Oxford, London und Georgia, oder wenn es im dritten Kapitel um die "glaubensharten" Calvinisten gehe. So konsequent wie John Wesley bis zum letzten Atemzug gebetet und damit die "Rules of Holy Dying" seines Lehrers befolgt habe, so konsequent ende auch das Buch Heitzenraters mit dem Tod seines Helden. Die Übersetzung sei zwar etwas "holprig" geraten, doch dem "affirmativen Grundton" tue dies keinen Abbruch, versichert der Rezensent.
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