Herausgegeben und aus dem Englischen übersetzt von Uwe Pfullmann. Mit zahlreichen, zum Teil farbigen Abbildungen. Sir Richard Francis Burton, der berühmte britische Reisender, wurde am 19. März 1821 in Torquay geboren. Er trat 1842 als Leutnant in die englisch-ostindische Armee, in welcher er mit Auszeichnung unter Napier in Sind diente, verließ dieselbe aber bald wieder, um sich gänzlich der Erforschung unbekannter Länder zu widmen. Nach verschiedenen Reisen in Ostindien und der Herausgabe mehrerer Werke, welche die Aufmerksamkeit der Londoner Geographischen Gesellschaft erregten, fasste er den Plan, mit Unterstützung der Royal Geographic Society als Muslim verkleidet die heiligen Stätten von Mekka und Medina sowie das unbekannte Innere Arabiens zu besuchen, was seit Burckhardt und Seetzen keinem Nichtmuslim mehr gelungen war.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2005
Ein Pionier der Erschließung der Arabischen Halbinsel war Richard Francis Burton, hat Rezensent Wolfgang G. Schwanitz erfahren, der vom unersättlichen Appetit Burtons beeindruckt ist - sowohl in intellektueller wie in sexueller Hinsicht. In der Tarnung eines afghanischen Arztes erkundete er Mekka und Medina. 60 Bücher brachte er heraus, "Das Land Midian" liegt nun in der Übersetzung des Herausgebers Uwe Pfullmann vor. "Schillernd" nennt der Rezensent das Werk des Autors, nicht weniger aufregend war sein Leben. Burton lernte alle paar Monate eine neue Sprache, widmete sich den magischen Geheimkünsten, übersetzte das Kamasutra und "1001 Nacht". Mal war er Hinduist, mal Katholik, mal Muslim - immer jedoch war er Polygamist. Von ihm leitet sich gar ein ganzer Stamm in Westindien ab.
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