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Richard A. Clarke

Gegen die Krieger des Dschihad

Ein Century Foundation Task Force Report.
Cover: Gegen die Krieger des Dschihad
Hoffmann und Campe Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783455095029
Gebunden, 128 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Trotz des Einmarsches der USA in Afghanistan, trotz des Irakkrieges und der Aufdeckung islamistischer Terrorzellen in aller Welt - das Netz der "Gotteskrieger" bleibt stark und gefährlich. Es hat seit dem 11. September 2001 doppelt so viele Angriffe durchgeführt wie in den drei Jahren vor der Zerstörung des World Trade Center. Eine neue Politik ist gefordert, die den Frieden wiederherstellt und sichert, eine neue Handlungsperspektive, weltweit und auf allen Ebenen. Das Buch, erarbeitet im Auftrag der renommierten Century Foundation, gibt klare Auskunft über die aktuelle internationale Lage und darüber, was zu tun ist - und zwar jetzt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.07.2005

Einen etwas zwiespältigen Eindruck hat dieses Buch des ehemaligen Terrorexperten der Bush-Administration Richard A. Clarke bei Rezensent Thomas Speckmann hinterlassen. Das drastische Horrorszenario, das Clarke von der Zukunft des Terrors und seiner Bekämpfung zeichnet, findet er zwar durchaus "lesenswert und nicht ganz unrealistisch". Der "Aktionsplan", den Clarke zur Bekämpfung entwirft, aber hat ihn nicht so ganz überzeugt. Im Kern sieht er hier nicht viel mehr als ein Aufzählung von" recht vage gehaltenen Vorschlägen". Weder als "neu" noch als "wirklich bestechend" erachtet er Clarkes Aufrufe zu mehr Toleranz zwischen den Kulturen, zur Steigerung der Entwicklungshilfe für islamische Staaten und zur Rückbesinnung Amerikas auf seine "Soft Power". Allerdings räume der Terrorexperte ein, dass auch er keine realistische Möglichkeit sehe, das Gefahrenpotenzial, das die westliche Welt bedroht, kurzfristig zu verringern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2005

Ganz nüchtern Rezensent betrachtet Wilfried von Bredow diesen von der Century Foundation herausgegebenen über die notwendigen Maßnahmen zur Wirksamen Terrorbekämpfung. Als Grundlage des Berichts, der unter dem Vorsitz des Terrorismusexperten Richard A. Clarke entstanden ist, nennt Bredow eine zugespitzte Lagebeurteilung, die auch viele Informationen zum Terrornetzwerk Al Qaida bietet. Der Aktionsplan sehe vor, den Kampf gegen den Terrorismus auf mehreren Ebenen zu führen. Im wesentlichen handle es sich um Mischkonzepte von Anreiz und Hilfe einerseits, Druck und negative Sanktionen andererseits. Zwar gibt es nach Bredows Ansicht keine wirklich überzeugenden Mischkonzepte. Aber er hält fest: "es ist richtig, sie anzumahnen." Die von den Experten vorgeschlagenen Maßnahmen zum Schutz der amerikanischen Bevölkerung klingen für ihn "vernünftig", auch wenn die empfohlenen Lösungen von entschlossenen Terroristen unterlaufen werden könnten. "Es gibt eben kein schlüssiges Gesamtkonzept zur Terrorbekämpfung", resümiert der Rezensent. "Wer danach sucht, beginnt mit einer Selbsttäuschung." Und er fügt hinzu: "Interessantes Informations- und Diskussionsmaterial bietet dieser Bericht zweifellos. Aber mehr auch nicht."
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