Herausgegeben von Susanna Ludwig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten zahlreiche junge Schweizer und auch Schweizerinnen die Möglichkeit, in fernen Ländern verlockende Stellen anzutreten, die Abenteuer und Wagnis zugleich bedeuteten. Die meist kaum Zwanzigjährigen mussten sich in den oft sehr fremdartigen Gesellschaften selber zurechtfinden, auch mit den Klischees und Vorurteilen. Ein Kulturschock im umgekehrten Sinne. Dokumente dazu sind nicht häufig. Es ist ein Glücksfall, dass die Briefe, welche der junge Burgdorfer René Schnell nach Hause sandte, lückenlos erhalten sind, 400 an der Zahl.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2001
Der mit B. En zeichnende Rezensent ist sehr angetan von dieser Auswahl von Briefen, die ein junger Schweizer zwischen 1946 und 1952 aus Schanghai an seine Familie schrieb. Er lobt die Herausgeberin in seiner Kurzkritik für ihre "hilfreiche Einführung" in die geschichtlichen Hintergründe der Zeit und findet es gut, dass sie auch die Handelsbeziehungen zwischen China und der Schweiz in dieser Periode erwähnt. Er lobt diesen Briefwechsel als sehr erfrischend, auch wenn ihm auffällt, dass die Unbekümmertheit Schnells mitunter etwas "unbeholfen" wirkt, und während der Lektüre wächst stetig sein "Respekt" für das "Durchhaltevermögen" des Briefeschreibers, das ihn während der sehr turbulenten politischen Entwicklung dort sechs Jahre ausharren lässt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…